10.04.2010, 10:14 Uhr | ali
Nackenwelle und Schnauzbart: Rudi Völler bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien. (Foto: imago)
Es gab Zeiten, in denen Fußballer nicht gerade als Stilikonen galten. Wer erinnert sich nicht an die Nackenwelle kombiniert mit Schnauzbart von Rudi Völler oder die wilde Lockenmähne von Carlos Valderrama? Auch unvergessen der Wildwuchs von Paul Breitner bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre war die Frisur von Ruud Gullit immer wieder Auslöser eines Lächelns. Heute ist das anders - auch dank eines David Beckhams, der in den letzten Jahren nicht nur auf dem Platz ein sicheres Gespür für gutes Auftreten beweist. Fußballspieler bringen frisurentechnisch Abwechslung auf den Platz. Oft sieht man die ersten Nachahmer dann auch schon in der Innenstadt. Wir zeigen Ihnen in unserer Infobox die Frisuren-Sünden vergangener Weltmeisterschaften und die Frisuren-Trendsetter der Fußball-WM 2010.
In den 50er Jahren war bei beiden Geschlechtern nur eine Haarmode gesellschaftsfähig: Frauen trugen ihr Haar bevorzugt halblang und leicht dauergewellt. Dieses fixierten sie mit einer Haarklammer hinter ihrem Ohr. Die Männer trugen fast ausnahmslos einen Fassonschnitt. Für diese Frisur waren die nach hinten gekämmten Haare charakteristisch, diese meist über den Scheitel zur Seite geklappt. In 60er Jahren brach das Gesellschaftsdiktat auf dem Kopf langsam auf. So existierten mit der Zeit etwa langhaarige Hippie-Mähnen - ein Affront. Auch der Pilzkopf war auf dem Platz vertreten. Georg Best etwa, Nationalspieler Nordirlands, galt unter Fans wegen dieser Frisur sogar als der "fünfte Beatle".
Da die 1950er und 60er Jahre die Frisuren reglementierten, wurde die neu erworbene Freizügigkeit der Haare der späten 60er und frühen 70er Jahre besonders auf dem Fußball-Platz ausgelebt. Die Frisur war plötzlich ein Statement, frei nach dem Motto "wild ist individuell". Dennoch gelten Paul Breitner und Günther Netzer heute noch als frisurentechnische Schreckgespenster. Der auf dem Schopf zur Schau getragene Protest zeugte jedoch auch von mutigem Statement gegen die Spießbürgerlichkeit der Gesellschaft. Auch Norbert Nigbur, die Nummer zwei im WM-Kader 1974 hinter Sepp Maier, galt bezogen auf seine Frisur als immer wiederkehrender Rebell. Im Verlauf des Jahrzehnts verwahrloste der Schopf auf dem Fußball-Platz jedoch zusehens. Wildwuchs ohne Schnitt und Form war in.
Diese Entwicklung mündete in die "vorne kurz, hinten lang"-Variante, kurz "Vokuhila"-Frisur - das Frisuren-Markenzeichen der 80er Jahre. Rudi Völler, dem seine graumelierte Mähne auch den Spitznamen "Tante Käthe" einbrachte, gilt heute als bekanntester Träger. Aber auch Karl-Heinz Rummenigge war bei der WM 1982 in Spanien der Frisurenmode der 80er nicht verschlossen. In diesem Jahrzehnt dominierten zwei Frisurentrends auf dem Platz: die Vokuhila-Frisur und eine, durch kurze Seitenpartien und langes Deckhaar gekennzeichnete Kurzhaarfrisur - oft leicht angewellt. Beide wurden gerne mit einem Schnauzbart kombiniert. Der Dauerwellenmode sowie der dynamischen Poopertolle konnte sich niemand entziehen. Diese ersten Zeichen, dass auch Fußballer auf modische Trends schielen, wurde in den 90er Jahren perfektioniert und mündete in eine Stilikone namens David Beckham. Modisch und individuell - so sollte der Fußballer von Welt nun auf dem Platz auftreten. Und bloß keine Langeweile auf dem Kopf im Rampenlicht der Fußball-Bühne aufkommen lassen.
Als Christian Ziege 2002 bei der WM in Südkorea und Japan mit einem schwarz-rot-goldenen Irokesen-Schnitt auflief, diskutierte ganz Fußball-Deutschland eifrig. Mutig oder provokativ - einigen konnte man sich zunächst nicht. Vier Jahre später wurde die Frisur zur Perücke, die es als Plastik-Imitat auf die Köpfe der Fans geschafft hatte. Sie war bei der WM in Deutschland 2006 nicht mehr wegzudenken.
Manch ein Fußballer schafft es, eher in Boulevardblättern durch modische Eskapaden auf sich aufmerksam zu machen, als auf dem Platz durch Leistung zu überzeugen. Aber: Will man einen Ausblick wagen, wird Südafrika auf dem Platz eher individuell. Es gibt keine Regeln, aber immer mehr Spieler tragen lange Haare. Ein möglicher Trend, der sich abzeichnet: lange Haare im Nacken und ein frecher Fransenschnitt an den Seiten, vielleicht bei Modemutigen auch mit einem linearen Pony. Aber auch der Mod-Bob, die moderne Form des Klassikers, wird bei der kommenden WM zu sehen sein: eine durchgestufte Variante mit langem Pony, zum Kinn hin durchfranst.
ali
Marie--Fußballhut am Rathausplatz war schon immer für den Rest von Deutschland schrieb:
am 18. Mai 2010 um 19:49:03
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mal schauen ob ein FCB- Eigengewächs verletzt werden muß--nein wohl eher die vom FCB gemobbte
ich glaube, dass der Ballak krank sein muß,
damit der FCB über die Schweini- Werbung noch größer wird---was für Fußballlügen, wenn der /die vom FCB- Blockierten kran k sein müssen und er Schweini als FCB- Werbeträger noch mehr hochgehgelobt wiird. Dr Lukas P. war nach 3 Jahren ab 17 in Koeln bei der WM 2006 der Weltbeste, 2008 bei der EM der silberne Schuh---die FCBs haben ihmnie die Möglichkeit gegeben konstant in einer guten Mannschaft seine Fähigkeiten zu zeigen. In Koeln gehts kaum--Konstanz
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