27.02.2009, 16:34 Uhr | ali
Vor allem bekannte Shampoo-Marken fallen unangenehm auf. (Foto: imago)Die Zeiten, in denen es ein Universalshampoo für alle Haartypen gab, sind längst vorbei. Hersteller setzen verstärkt darauf, für jeden Haartyp eine eigene Pflegeserie auf den Markt zu bringen. "Öko-Test" hat jetzt 129 verschiedene Shampoos getestet. Unter den Test-Shampoos waren Haarpflegemittel für normales, fettiges, feines und strapaziertes Haar sowie Farbglanz- und Anti-Schuppen-Shampoos. Untersucht wurden die Produkte auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe. Das Ergebnis: 28 erhielten die Note „ungenügend“. Vor allem bekannte Marken schnitten schlecht ab.
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Die meisten Shampoos schnitten mit „gut“ ab. Sie enthielten keine problematischen Duftstoffe und Konservierungsmittel. Alle Shampoos von Naturkosmetikanbietern erhielten in allen Kategorien sogar die Testnote "sehr gut". Die Shampoos bekannter Marken hingegen wie "Garnier Fructis", "Guhl", "Dove", "L’Oréal" oder "Pantene Pro-V" landeten im Test auf den hinteren Plätzen.
Halogenorganische Verbindungen waren vor allem in Shampoos der Marken "Dove" und "Pantene" zu finden. Diese Inhaltsstoffe können Allergien auslösen. Auch beim Thema „Duft“ fallen die namhaften Hersteller durch. Ihre Shampoos enthielten künstliche Duftstoffe, die ebenfalls allergische Reaktionen hervorrufen können.
In einigen der großen Namen fanden die Tester auch bedenkliche Formaldehyd oder -abspalter. Diese Stoffe stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Fast alle der als "ungenügend" bewerteten Produkte enthalten diese Wirkstoffe. Schon in geringen Mengen reizen sie die Schleimhäute und können Allergien auslösen. Auch fanden die Tester in Produkten allergieauslösende Moschus-Verbindungen, in einigen Shampoos den künstlichen Duftstoff Lyral. Diese künstlichen Duftstoffe stehen im Verdacht, das Fettgewebe anzureichern und wie Hormone zu wirken.
In allen Haarprodukten sind Tenside enthalten, die Fett- und Schmutzpartikel aus dem Haar lösen. Zugleich machen sie die Haut auch angreifbar und durchlässiger für Fremdstoffe. Auch so genannte PEG-Derivate fanden die Tester. Das sind Stoffe, die die Haut durchlässig für Schadstoffe machen.
Vor allem die Inhaltsstoffe bei den 25 Anti-Schuppen-Shampoos kritisierten die Tester. Die Wirkstoffe Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid hätten einige bedenkliche Nebenwirkungen. Neben dem Auslösen von Allergien kann die Haut stark gereizt werden. Jucken, Ausschlag oder Entzündungen können die Folge sein. Selendisulfid ist in frei verkäuflichen Shampoos nur in einer Konzentration von einem Prozent erlaubt, so die Tester. Zudem müsse ein Warnhinweis auf der Verpackung stehen, der darauf hinweise, dass der Wirkstoff die Augen sowie die Haut reizen kann. Eine weniger aggressive Substanz ist Piroctonolamin, die in den als "gut" getesteten als Wirkstoff eingesetzt wird. Sie hemmt die Zellbildung und Schuppen gehen in Anzahl, Größe und Dicke zurück.
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