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Graue Haare: Mythen und Fakten

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Haare sind weiß, nicht grau

31.01.2009, 13:28 Uhr | ali

Bislang kann man grauen Haaren nicht vorbeugen. (Foto: Archiv)

Der Spiegel bringt es ab einem gewissen Alter gnadenlos zum Vorschein, die Popgruppe "Pur" setzte ihm ein musikalisches Denkmal und manch einer weiß nicht, wie man mit ihm umgehen soll: das graue Haar. Schlimm ist es nicht, aber es passt irgendwie noch nicht in unser heutiges Idealbild von schönen Haaren. Schade. Denn mit einem frechen Schnitt können graue Haare richtig sexy sein. Wir nehmen Mythen rund um graue Haare genauer unter die Lupe und geben Tipps zur Pflege.

Graue Haare gibt es nicht

Erstmal vorab: Graue Haare gibt es nicht. Der optische Eindruck vom grauen Schopf kommt von der Mischung aus pigmentierten und pigmentlosen Haaren. Ein einzelnes graues Haar gibt es also nicht. Entweder ist es weiß oder farblos. Es entsteht in den Haarwurzeln. Dort sitzen farbgebende Zellen, die mit den Jahren die Produktion des Farbpigments Melanin verlangsamen und irgendwann ganz einstellen. Zwischen pigmentierten Haaren tauchen verstärkt weißliche, unpigmentierte auf. Oft beginnt die Veränderung an den Schläfen. Als letzte Stelle erreicht sie den Hinterkopf.

Entstehung von grauen Haaren vererbbar

Auch die Vererbung spielt eine Rolle bei der Entstehung von weißen Haaren. Sie steuert, ab wann der Produktionsprozess sich verlangsamt. Zudem lässt die Übersäuerung des Körpers, die zu Nährstoffmangel führen kann, graue Haare entstehen. Auch UV-Licht unterstützt diesen Alterungsprozess, in dem es das Haar schädigt. Somit ist niemand vor weißen Haaren gefeit.

Vor Kummer ergraut?

Das man vor Kummer regelrecht über Nacht ergraut, ist ein Mythos. Aber: Die Krankheit Alopecia areata diffusa kann dazu führen, dass die noch pigmentierten Haare innerhalb kurzer Zeit ausfallen. Es bleiben die grauen Haare zurück. Diese Krankheit ist allerdings selten.

Graues Haar wirkt oft spröde, gelb und glanzlos

Auch wenn man oft das Gefühl hat, dass graue Haare nicht so geschmeidig und glänzend sind, ist die Haarstruktur im Vergleich zu normalfarbigem Haar die gleiche. Durch den Alterungsprozess wird die Haardichte mit der Zeit geringer, das Haar wächst unregelmäßiger und der Hauptzellstoff des Haares, Keratin, wird schwächer. Somit wird das Haar dünner, trockener und auch empfindlicher. Es wirkt stumpf und matt. Viel weiß auf dem Kopf kann auch einen Gelbstich hervorrufen. Wer diesen Gilb-Effekt vermeiden will, greift zu Farbshampoos oder Pflegeprodukten, die blaue Farbpigmente enthalten.

Sind graue Haare ein Zeichen von Krankheit?

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Herzinfarkten herstellen oder ein höheres Osteoporose-Risiko nachweisen. Belegt scheint: Östrogene haben einen Einfluss auf die Farbstoffbildung im Haar. Stark ergrautes Haar in den 40ern kann demnach auf ein erhöhtes Osteoporose-Risiko hindeuten.

Graue Haare richtig pflegen

Die Pflege des grauen Haares ist abhängig vom Haarzustand. Älteres Haar ist oft empfindlich. Es bieten sich deshalb Produkte für strapaziertes Haar an. Aber auch das Normalshampoo reicht aus. Gegen mattes und glanzloses Haar helfen Glanzsprays. Öle und Wachse glätten die Oberfläche und werfen das Licht wieder zurück. Auch dadurch wird das Haar wieder glänzend.

Grauabdeckung nur bedingt möglich

Wer weißes Haar abdecken möchte, greift auch gerne mal zur Farbe. Eine dauerhafte Abdeckung lässt sich allerdings nur über eine Coloration der Haltbarkeitsstufe 3 erreichen. Der weiß nachwachsende Ansatz sollte alle 4 bis 6 Wochen nachgefärbt werden. Selbst dann noch kann das weiße Haar leicht durchschimmern. Auch Strähnchen im Naturton helfen, um die weißen Haare zu kaschieren. Je mehr Nuancen im Haar schimmern, desto lebendiger wirkt es. Einzelne weiße Haare fallen da kaum auf. Bei nur leichtem Graueffekt im Haar helfen Naturfarben mit Henna. Vorsicht: Bei vielen weißem Haaren kann es schnell zu einem Karottenton kommen.

Repigmentierungs-Produkte nützen wenig

Die so genannte Repigmentierungs-Produkte können die Originalhaarfarbe nicht zurückholen. Mit Hilfe des Sauerstoffs in der Luft bilden diese Naturtonprodukte naturähnliche Farbpigmente. Sie sind nur bei leichtgrauem Haar eine Alternative, nicht jedoch für ursprünglich hellblondes oder schwarzes Haar. Der Prozess der Farbveränderung dauert mehrere Anwendungen und muss kontinuierlich über einen Zeitraum von mehreren Tagen erfolgen. Oft stellt sich nicht der gewünschte Effekt ein. Manchmal kann sogar ein Violett-Stich entstehen.


ali  

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Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "Graue Haare: Mythen und Fakten"

Stefan schrieb: am 5. März 2012 um 11:22:14
(4) (0) Graue Haare
Klar Maggi, bei anderen kann man es immer toll finden!

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Maggi schrieb: am 14. August 2011 um 20:19:43
(4) (0) graue haare
Bei Männern finde ich es einfach toll. bei mir als Frau eine katastrophe, färbe mir meine Haare schon seit 5 Jahren. Bin 53
sehe gut aus, aber mit grauen haaren würde ich wahrscheinlich um 10 Jahre älter wirken. Also warte ich och ein paar Jährchen nit dem rauswachsen lassen.
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