03.03.2011, 12:04 Uhr | Linda Freutel
Ob blond, braun, rot oder schwarz: Die Haarfarbe zu wechseln ist heutzutage kein Problem und ist sogar zuhause möglich. Dabei stört die meisten Frauen die Chemie in den Färbemitteln, die in Verdacht steht, krebserregend zu sein und Allergien auslösen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zu einer biologischen Coloration greifen. Diese schadet den Haaren beim Färben nicht und verleiht einen natürlichen Look. Haare färben leicht gemacht: Hier finden Sie Tipps für die Coloration.
Bio boomt - auch in der Kosmetikbranche. Denn viele Menschen vertragen keine chemischen Substanzen. Vor allem an der Kopfhaut führen künstliche Colorationen oft zu Rötungen und Juckreiz oder schädigen die Haare. Der Grund: Chemiefarben enthalten Wirkstoffe wie Ammoniak. Diese dringen in die Haare ein, zerstören Pigmente und Strukturen und platzieren Farb- oder Pflegestoffe. Bei biologischen Haarfarben ist das anders. Sie umschließen die Haare wie ein Mantel, so dass die Haarstruktur unbeschadet bleibt. Dadurch wirkt die Frisur fülliger und gepflegter.
Bio-Farben haben allerdings einen Nachteil: Man weiß nie, wie die Coloration ausfallen wird. Denn jedes Haar nimmt die Farbe unterschiedlich an. Daher lohnt es sich, erstmal eine einzelne Probesträhne zu färben. Ebenfalls gut zu wissen: Naturfarben können das Haar zwar ein bis zwei Nuancen dunkler, jedoch nie heller färben. Und auch eine besonders dunkle Farbe, etwa Dunkelbraun oder Schwarz, ist schwer zu erzielen. Friseure greifen daher oft zu einem Trick: Sie färben die Haare zunächst mit reinem Henna und geben den gewünschten Bio-Farbton erst anschließend ins Haar. Diese Methode ist vor allem bei grauen Haaren sinnvoll, da sie natürliche Colorationen nur schwer annehmen.
Um ein Färbeergebnis zu erzielen, muss man aber nicht zu künstlichen Farben greifen. Es gibt auch so genannte Mischfarben, die zwar auf biologischer Basis arbeiten, jedoch mit chemischen Extrakten angereichert sind. Der Vorteil: Die Farben werden exakter und halten oft länger.
Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Hantieren mit Glätteisen und Co. beachten müssen. zum Video
Doch nicht überall wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin! Am besten ist es, die Packungsbeilage genau zu lesen: Der wichtigste Inhaltsstoff ist Henna. Die Blätter und der Stängel des Hennastrauchs färben die Haare in ein kräftiges, orange-stichiges Rot. Um farbliche Abweichungen zu erreichen werden dieser Grundmasse Naturstoffe wie Birkenblätter, Kamille oder Malve beigemischt. Doch auch Walnussschalen, Rhabarberwurzeln, Holunderbeeren, schwarzer Tee, Kaffee, rote Beete, Kurkuma, Hibiskus oder Faulbaumrinde werden zugesetzt.
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Linda Freutel
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